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Liebling des Staubzuckers

Geschrieben am 30.01.2017

Über die vielen Facetten des Krapfens und seine Geschichte.

Faschingszeit ist Krapfenzeit – ganz klar! Wir lieben das frittierte Germteiggebäck vor allem dann, wenn es sich unter einer dicken Schicht Staubzucker versteckt, die unser Gegenüber gleich mit einzuckert, sobald wir einen kräftigen Biss wagen. Denn ohne Schabernack macht die Faschingszeit nur halb soviel Spaß! Damit ihr bei der nächsten  Faschingsfeier garantiert punktet, haben wir hier das wichtigste Krapfen Know-How für euch zusammengetragen.

Die Krapfenbacken ist eine besondere Kunst,  die nicht jeder beherrscht. Bei uns in Wien ist der Krapfen laut „Köchordnung“ bereits im 13. Jahrhundert unter dem Namen „Krappffenpacherinnen“ vertreten gewesen. Außerdem sollen 1815 während des Wiener Kongresses um die 10 Millionen Krapfen gegessen worden sein.

Der Faschingskrapfen

Manche sagen Berliner, andere Pfannkuchen oder Kreppel. Einig sind wir uns aber im Geschmack, im Fasching ist der Krapfen die Versuchung schlechthin für Naschkatzen. Das liegt wohl auch an seiner Vielseitigkeit. Von Marillenmarmelade über Vanillesauce bis hin zu Nougat oder sogar Eierlikör, bei der Füllung kennen die Krapfen (fast) keine Grenzen. Und auch bei der Form kann man sich gerne spielen – Vor allem bei Kindern sind kleine Krapfen in Kugelform mit Obstfüllung zum Beispiel sehr beliebt.

Nahaufnahme von einem Faschingskrapfen, der mit Staubzucker bedeckt ist. Der Krapfen liegt auf einer violetten Serviette, die ebenfalls leicht angezuckert ist.

So gelingt’s garantiert – der Faschingskrapfen zum Selberbacken:

Zutaten (für 10 Stück):

  • 60g Butter
  • 4 Stk. Eier (von 2 nur den Dotter)
  • Würfel Germ
  • 250g Marmelade
  • 500g Mehl
  • 250ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 50g Staubzucker

Zubereitung

Den Germ in der lauwarmen Milch verrühren, und dann mit 150g Mehl und der restlichen kalten Milch zu einem Vorteig kneten. Diesen mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 25 Minuten ruhen lassen.

Dann Eier, Dotter und Zucker verrühren und zum Vorteig dazu mischen. Die restliche Milch, das restliche Mehl, die weiche Butter und die Prise Salz dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Zudecken und noch einmal 25 Min. ruhen lassen.

Jetzt aus dem Teig 20-25 Kugeln formen, diese etwas flachdrücken und zugedeckt weitere 45 Minuten ruhen lassen. Kurz vor Ablauf der Zeit Fett auf 170°C erhitzen.  Die Kugeln sollten jetzt ums doppelte gewachsen sein. Jetzt geht’s ans Frittieren!

Wer den intensiven Frittier-Geruch scheut, schaltet am besten rechtzeitig die Dunsthaube ein. Am besten gleich den Power Boost aktivieren, so bekommt die Luftzirkulation einen kleinen Extra-Kick.

Die Krapfen im Fett goldgelb auf beiden Seiten ausbacken, dann herausnehmen und auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird. Schlussendlich die Krönung: Die Krapfen können befüllt werden.

Uns ist heute nach Vanille! Für die Vanillecreme einen halben Liter Milch, 150g Kristallzucker und 1EL Vanillezucker vermischen und kurz aufkochen lassen. 30g Vanille-Pudding-Pulver mit einem 1/8l Schlagobers verrühren und in die heiße Milch-Zucker-Mischung einrühren. Noch einmal aufkochen lassen, mit etwas Rum abschmecken und abkühlen lassen.

Die Füllung in einen Spritzbeutel füllen und diese seitlich in die Krapfen spritzen. Beim Servieren ordentlich mit Staubzucker bestäuben.

Der Bauernkrapfen

Als Bauernkrapfen oder Knieküchle bezeichnen wir ein kreisförmiges Germteiggebäck mit kleiner oder größerer Mulde. Dass Bauernkrapfen Knieküchle genannt werden, hat einen Grund, der fast so süß ist wie die Krapfen selbst: Angeblich war das Knieküchle – so sagen fränkische Bäckerinnen – erst dann perfekt, wenn der Teig in der Mulde so dünn war, dass man durch ihn hindurch Liebesbriefe lesen konnte. Dabei wurde der Teig wortwörtlich übers Knie gelegt und zurechtgezogen.

In Österreich essen wir den Bauernkrapfen meist mit Marillenmarmelade – in der narrischen Zeit darf und soll aber gerne experimentiert werden, also ran an die Marmeladentöpfe!

Nahaufnahme von einem Bauernkrapfen überzogen mit Zuckerguss.

Wie ihr perfekte Bauernkrapfen zaubert, lest ihr hier:

Zutaten (für 10 Stück):

  • 1kg Mehl (glatt)
  • 2 Pkg. Germ (oder Trockengerm)
  • 1 Löffelspitze Salz
  • 50g Feinkristallzucker
  • 500ml Milch
  • 70g Butter
  • 6 Eidotter
  • 1 Stamperl Schnaps
  • 1 Stamperl Rum
  • Backfett

Zubereitung

Mehl, Germ, Salz und Zucker in eine Rührschüssel füllen und vermischen. Milch erwärmen und die Butter in der warmen Milch zerlassen. Die Dotter in der nicht zu warmen Flüssigkeit verquirlen und Schnaps und Rum dazugeben. Das ganze dann unter die Mehlmischung mengen und alles zu einem glatten Germteig verrühren.

Den Teig in eine Schüssel geben und zugedeckt an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten rasten lassen, bis er sichtlich aufgegangen ist. Danach den Teig mit einem Kochlöffel ausschlagen, bis er Blasen wirft. Nun wieder zugedeckt warm gehen lassen.

Den Teig zu Bauernkrapfen formen. Hierbei nicht auf die Mulde vergessen! Die fertigen Bauernkrapfen nochmals gehen lassen.

Zur Geruchsvermeidung den Kochfeldabzug am besten bereits einschalten während das Fett erhitzt wird. Hat das Fett die optimale Temperatur (etwa 170°C) erreicht, die Bauernkrapfen schwimmend herausbacken und dann auf Küchenpapier entfetten.

In vielen Gegenden Österreichs genießt man den Bauernkrapfen gerne auch pikant, etwa mit Sauerkraut gefüllt. Wir finden: Ob pikant, mit Marmelade gefüllt oder ganz einfach frisch mit Staubzucker bestreut, ein knusprig-saftiger Bauernkrapfen ist eine echte Freude.

Keine geruchlose Angelegenheit.

Fasching feiern, narrisch sein und Krapfen essen mach Spaß! Was weniger Spaß macht, ist der Geruch des Frittierens, wenn der Germteig im Öl brutzelt. Ein guter Dunstabzug ist also unerlässlich, wenn man dem Geruch in der Kleidung und der Nase entgehen will. Die Dunstabzugshaube von NEFF bietet alles, was man als Hobbykoch benötigt: Einen qualitativ hochwertigen Dunstabzug mit Power Boost, ein Ablageboard und eine Magnettafel um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Auch clever: Der integrierte Kochfeldabzug von NEFF. Der lässt Gerüche genau dort verschwinden, wo sie ihren Ursprung finden – nämlich direkt neben dem Kochfeld. Alle Neuheiten zu Dunstabzug & Co finden Sie auf der NEFF-Website.