fbpx
Handwerk

Auf Messers Schneide

Geschrieben am 19.12.2016

So geht Handwerk heute - Schmiedekunst in London

Ein Koch ist nur so gut wie sein Messer. Und die besten Messer werden bis heute von Hand gefertigt. Wir zeigen das Porträt einer Messerschmiede, in der drei junge Schmiedekünstler mitten in London das traditionelle Handwerk hochleben lassen.

Was in der Blenheim Forge erhitzt, gehämmert und geschliffen wird, gehört zum Besten, was am Messermarkt zu finden ist. Direkt neben der Peckham Rye Station im Südosten Londons arbeiten drei junge Schmiedekünstler daran, die gehobene Gastronomieszene mit hochwertigsten Messern zu versorgen.

Schmiedeeisen.

Von Griff bis Spitze

40 Stunden – so viel Arbeitszeit fließt in ein Messer, das die Blenheim Forge verlässt. Ein Blick in die Schmiede zeigt, wieso. In der Blenheim Forge wird jeder Handgriff der Messerproduktion selbst getätigt. Vom Zuschnitt über den Schliff des hochwertigen Holzgriffes bis zum Schärfen der Klinge aus Damaszenerstahl auf japanischem Wasserstein – kein Schritt wird ausgelagert.

Die Arbeitsschritte brauchen passendes Werkzeug, die richtige Temperatur und eine große Portion Hingabe. Für die Messer aus Damaszenerstahl werden zwei Stahlsorten hunderte Male geschmolzen und „gefaltet“. Das ergibt fast lebendig wirkende organische Muster auf der Klinge, die wie Ölschlieren in Wasser anmuten. Kein Messer gleicht dem anderen.

Lagerfeuer mit bläulich bis gelb oranger Flamme.

Heiße Klingen

Kalt wird den jungen Schmieden bei ihrer Arbeit nicht. Bis zu 1.300° C erreicht der Schmiedeofen, wenn mit Koks und Holzkohle eingeheizt wird. Das Härten des Stahls erfolgt bei „kühlen“ 750° C. Dazu tauchen die Männer den Stahl in Öl. Und dann geht’s zurück an den Start: erhitzen, aushämmern, verschweißen, kühlen, schleifen.

Die Anfänge waren schwierig, erzählt Jon Wahrshawsky, einer der Gründer von The Forge. Weil sie nicht genug Material zur Herstellung der Klingen hatten, besuchten die Männer auch schon einmal Metallpressen und Schrottplätze. Heute arbeiten die drei Schmiede mit hochwertigem Blaupapierstahl aus Japan. Die Reinheit des Stahls ist Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Messer.

Orange-rot glühende Messerspitze auf dunklem Hintergrund.

Tipps fürs perfekte Messer

Ein Messer aus der Manufaktur Blenheim Forge leistet ein Leben lang treue Dienste. Dazu bedarf es allerdings der richtigen Pflege.

Die Schmiede geben uns ein paar Tipps mit auf den Weg. So soll man die Klingen direkt nach dem Waschen abtrocknen. Das beugt Rost vor. Über die Jahre bildet sich eine Art Patina auf der Klinge, die das Messer vor Oxidation schützt. Ein gutes Messer sollte man einmal im Monat schleifen. Auch gelegentliches Ölen empfehlen die Profis. Ein absolutes Tabu hingegen ist das Waschen im Geschirrspüler. Die Chemikalien lassen das Metall der Klingen korrodieren.

Die Messer der Blenheim Forge belegen eindrucksvoll, wie mit traditionellen Arbeitsmethoden höchste Qualität erreicht wird. Mit Hingabe und viel Liebe zum Detail entstehen hier Meisterwerke, die beweisen, wie dicht Handwerk und Kunst beieinanderliegen. Sollten Sie einmal nach London kommen, statten Sie doch den drei jungen Herren einen Besuch ab und finden Sie zwischen Amboss und Hammer Schmuckstücke der Schmiedekunst!

Handwerk und Qualität bei Gaggenau

Auch bei Gaggenau wird Handwerk großgeschrieben. Und das seit 333 Jahren. Was 1683 als kleine Nagelschmiede begann, steht heute für Qualität aus Tradition. Das Aushängeschild von Gaggenau, der Backofen EB 333, wird auch heute noch in Handarbeit gefertigt. Die Verkleidung der Fronttür besteht aus einem einzigen Edelstahlblatt von 3 Millimeter Stärke.

Das Touchdisplay verbindet modernes Design mit intuitiver Bedienung. So wird der Gaggenau EB 333 zum gleichsam eleganten wie ansehnlichen Herzen Ihrer Küche. Zu bestaunen gibt es den EB 333 übrigens im Gaggenau Showroom in der Stilarena!